Zink und Folsäure als Nahrungsergänzung verbessern nicht die männliche Fruchtbarkeit

Nahrungsergänzungsmittel mit Zink und Folsäure, die zur Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit verkauft werden, scheinen nach einer Studie des Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) die Schwangerschaftsraten, die Spermienzahl und die Spermienfunktion nicht zu verbessern.

Die Autoren stellen fest, dass die meisten Nahrungszusätze für die Verbesserung der Fruchtbarkeit Zink und Folsäure enthalten. Zink ist ein essentieller Mineralstoff für die Spermienbildung. Folat, die natürliche Form der Folsäure, ist von Zink abhängig, um die DNA der Spermien zu entwickeln. Frühere Studien zu diesen Nährstoffen zur Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit haben widersprüchliche Ergebnisse gezeigt.

In der aktuellen Studie schlossen die Forscher 2.370 Paare ein, die in vier US-Städten und deren Umgebung Behandlungen für Fertilität planten. Die Männer erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder ein Placebo oder eine tägliche Ergänzung, die 5 mg Folsäure und 30 mg Zink enthielt.

Die Lebendgeburten unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant mit 404 (34%) in der Supplement-Gruppe und 416 (35%) in der Placebo-Gruppe. In ähnlicher Weise unterschieden sich die Gruppen nicht bzgl. Spermiengesundheit, wie etwa Spermienbewegung, Form und Gesamtzahl. In der Supplementgruppe (29,7%) war der Anteil der Spermien-DNA-Fragmentierung (DNA-Bruch in den Spermien) höher als in der Placebo-Gruppe (27,2%). Studien haben eine hohe Rate der Spermien-DNA-Fragmentierung mit Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Männer in der Supplement-Gruppe hatten auch einen höheren Anteil an gastrointestinalen Symptomen als die Placebo-Gruppe: Bauchschmerzen (6% gegenüber 3%), Übelkeit (4% gegenüber 2%) und Erbrechen (3% gegenüber 1%).

„Unsere Studie ist eine der ersten randomisierten, placebokontrollierten Studien, in denen untersucht wurde, ob Folsäure- und Zinkpräparate die männliche Fruchtbarkeit verbessern“, sagte Enrique Schisterman, Ph.D., einer der Wissenschaftler der Studie. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass diese Nahrungsergänzungsmittel kaum oder gar keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben und sogar leichte gastrointestinale Symptome hervorrufen können.“